Marc-André Hamelin, OC, CQ ist ein kanadischer Pianist und Komponist.
Er studierte in Philadelphia bei Yvonne Hubert, Harvey Wedeen und Russell Sherman und gilt als einer der führenden Pianisten der Gegenwart. Er wird von einigen als der technisch beste lebende Pianist angesehen.
Er widmet sich insbesondere den Werken wenig bekannter Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts, spielt jedoch auch das internationale Standardrepertoire. Er ist dafür bekannt, selten aufgeführte Stücke mit extremer technischer wie interpretatorischer Schwierigkeit zu spielen (so etwa von Godowsky, Ornstein, Roslawetz, Catoire, Ives und Sorabji). Aufsehen erregten seine Interpretationen von Werken von Charles Valentin Alkan und Paul Dukas. Ebenso hat er als einer von wenigen Pianisten sämtliche Studien über Chopins Etüden von Leopold Godowsky eingespielt. Diese Aufnahme erhielt 2000 den Gramophone Instrumental Award.
Für das Label Hyperion hat er viele Alben aufgenommen, darunter Werke der genannten Komponisten sowie Werke von Albeniz, Brahms, Busoni, Chopin, Eckhardt-Gramatté, Grainger, Haydn, Kapustin, Liszt, Korngold, Joseph Marx, Medtner, Reger, Schtschedrin, Schostakowitsch, Schumann, Skrjabin, Szymanowski und Villa-Lobos.
Hamelin tritt auch als Komponist von Klaviermusik in Erscheinung. In den Jahren 1986 bis 2009 schuf er einen Zyklus von zwölf Etüden in allen Moll-Tonarten ("12 Études in all the minor keys"), den er am 23. August 2010 in Husum im Rahmen des Musikfestivals Raritäten der Klaviermusik zum ersten Mal komplett aufführte. 2010 spielte er die Etüden neben weiteren Eigenkompositionen auf der CD "Études" ein. Seine Variationen über ein Paganini-Thema ("Variations on a theme of Paganini") aus dem Jahre 2011 brachte er am 22. August 2011 ebenfalls in Husum zur Uraufführung.
In Deutschland wurden bisher auch seine Original Compositions in the Tradition of Nancarrow verlegt.
Quelle: Wikipedia